Das Elfmeterpunkt-Rätsel

Die Gesamtoberfläche des Blutgefäßsystems eines Menschen – aufgetrennt und aneinandergelegt – hat die Größe eines Fußballfeldes. Erstaunlicherweise ereignet sich in über 90 % der Fälle ein Infarkt immer an derselben Stelle, den Herzkranzarterien – die jedoch gerade mal die Oberfläche eines Elfmeterpunktes haben.

Wären die von der Pharma-Industrie benannten Gründe – nämlich erhöhte Cholesterinwerte – die Ursache für einen Herzinfarkt, müssten Ablagerungen und Infarkte logischerweise entlang der gesamten Blutgefäß-Pipeline auftreten – also überall im Körper. Dies ist jedoch nicht der Fall und niemand erleidet Nasen- oder Ohreninfarkte.

Warum trifft es den „Elfmeterpunkt“?

Weil zwei entscheidende Faktoren zusammentreffen: 1. ein Mangel an Mikronährstoffen, der eine Schwächung und zunehmende Instabilität der Arterienwand zur Folge hat; 2. mechanischer Stress durch die Pumpfunktion des Herzens (Herzschlag), bei dem die Koronararterien rund 100.000-mal pro Tag zusammengequetscht werden.

Weil diese beiden Faktoren nur in den Koronararterien des Herzens zusammentreffen, kennen wir Infarkte vor allem im Herzen, aber nur selten anderswo.

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